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Physikalische Grundlagen der schonenden Cerumenloesung

Das Sekret der Ohrenschmalzdruesen dient dem Transport von Schmutzpartikeln und schuetzt das saure Milieu des Gehoergangs. Wenn dieser Selbstreinigungsmechanismus durch trockene Luft, anatomische Engpaesse oder Gehoerschutzstoepsel gestoert ist, verhaertet das Material. Wässrige Spuellungen koennen zu Quellungen fuehren, waehrend mechanische Gegenstaende das Sekret verdichten. Lipophile Fluessigkeiten hingegen unterwandern die Verhaertungen und stellen die Geschmeidigkeit wieder her.

Bedeutung von Spreitvermoegen und Fettsaeureprofil

Fuer die Anwendung im Gehoergang sind eine mittlere Viskositaet und eine langsame Kriechfaehigkeit erforderlich. Kaltgepresstes Olivenoel verfuegt ueber einen hohen Anteil an einfach ungesaettigter Oelsaeure, die verhaertete Lipide im Cerumen effektiv anloest. Suessmandeloel ergaenzt das Gemisch durch seine leichtere Struktur, wodurch das Oel auch feine Hautareale zuegig benetzt.

Fehler bei der Tropfenapplikation

Haeufig werden Praeparate kalt aus dem Kuehlschrank verabreicht. Trifft eine Fluessigkeit unter Koerpertemperatur auf den Gehoergang, loest dies ueber das Gleichgewichtsorgan einen thermischen Nystagmus aus, der mit Schwindelgefuehl einhergeht. Auch das zu tiefe Einbringen von Pipettenspitzen fuehrt zu Mikrolaesionen an der Gehoergangswand.

Empfohlene Vorgehensweise

Erwaermen Sie das Behaeltnis vor der Anwendung fuer fuenf Minuten in der geschlossenen Hand. Nehmen Sie eine seitliche Kopfhaltung ein, geben Sie zwei bis drei Tropfen an den Gehoergangseingang und belassen Sie diese dort drei Minuten lang, bevor Sie ueberschuessiges Oel sanft mit einem Tuch aufnehmen.